''Jede Kerze hilft''
Wir alle haben von der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz im Ahrtal gehört. Und dennoch besitzen wir nicht im Ansatz die Vorstellungskraft, um das nachzuempfinden, was diese Menschen erleben mussten und auch immer noch müssen. Viele verloren ihr ganzes Hab und Gut. Auch wenn es schwer ist, aber den materiellen Schaden, den kann man irgendwie ersetzen. Was man allerdings nicht ersetzen kann, ist der unwiederbringliche Verlust eines Angehörigen, eines Freundes oder eines Partners.
Die Flutkatastrophe forderte über 200 Todesopfer. Täglich kommen neue dazu. Die Menschen in den betroffenen Gebieten äußerten den Wunsch, für Ihre Angehörigen ein Grablicht entzünden zu wollen. Ich sehe mich da als Trauerredner, aber vor allem als Mensch in der Pflicht etwas tun zu müssen. Deswegen spende ich persönlich 200 Grablichter mit besten Wünschen für die Zukunft an die Hinterbliebenen.
Da diese aber mit Sicherheit nicht reichen werden, sind wir nun als Gesellschaft gefragt. Vielleicht findet sich ja der Eine oder Andere, der eventuell noch ein solches Licht ungenutzt bei sich herumstehen hat. Diese können gerne an mich übergeben werden. Am Samstag, dem 11. September 2021, sollen dann alle Lichter geschlossen in die betroffenen Regionen gesendet werden. Dabei gilt: ''Jede Kerze hilft!''
Alle Spenden werden 1:1 an die Hinterbliebenen weitergegeben. An dieser Stelle möchten wir uns bereits jetzt für die Bereitschaft für Andere einzustehen, die gerade schwere Zeiten durchleben müssen, recht herzlich bedanken!
Trost in schweren Zeiten
Nie hätte ich gedacht, dass eine kleine, ausschließlich durch Social Media verbreitete Spendenaktion innerhalb von nicht einmal sieben Tagen solche Ausmaße annehmen kann. Bereitschaft kam von allen Seiten. Am Ende konnten fast 800 Grablichter an die Angehörigen im Ahrtal übergeben werden. Es entstanden unglaubliche Bilder. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen, die bereit waren, für Menschen in einer ausweglosen Situation einzustehen. Der Dank ist auch im Sinne der betroffenen Menschen zu verstehen. Die OTZ berichtete auch zu der besagten Spendenaktion. Den Artikel gibt es hier.